Faszientraining – Ist das wirklich mehr als nur ein Hype?


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Oft hört man in Verbindung mit dem Faszientraining (myofascial Training) auch den Begriff „Triggerpunkt Behandlung“.

Faszientraining ist ein aktives Training zur Steigerung der Stabilität des Körpers (vor allem des Bindegewebes, wahrscheinlich ebenfalls Muskeln und Knochen) während die Triggerpoint Methode eine Behandlung oder gar Therapie darstellt, bei der man Schmerzen lindert oder Bewegungsmuster verbessert, indem muskuläre Spannungsdisbalancen durch äußere Einwirkungen passiv wieder in die Balance gebracht werden. (Eigene Definition von Simon Efisio Piddiu)

Man kann also schlussfolgern, dass sich beide Methoden super ergänzen, da sie in ähnliche Problematiken eingreifen, sich jedoch nicht ersetzen. Grob gesagt bezeichnet man den Körper stützendes Bindegewebe als Fasziengewebe. Hätten wir dieses weiße Gewebe nicht, so würde der Körper in sich zusammenfallen. Der Knochen wird durch die Knochenfaszie zusätzlich stabilisiert, hieran setzen Sehen und Bänder an, daran wiederum die Muskelfaszie, in der der Muskel eingebunden ist. Stabile Knochen durch hohe Knochendichte, starke Muskeln und eine strapazierfähige Haut können den Körper alleine also nicht in Form halten.

IMG_4119-Bearbeitet KopieDer Denkansatz des Faszientrainings durch Rollbewegungen auf einer Hartschaumrolle besteht darin, das Gewebe besser zu durchbluten, den Stoffwechsel darin anzuregen, die Faszien zu stabilisieren und die Gewebefasern zu einem strapazierfähigen Netz auszurichten. Dazu rollt man immer parallel zu der Muskelfaserrichtung. Vereinfachen wir das Fasziengewebe durch einen nassen Schwamm, indem Schläuche (in der Realität Blutgefäße) verlaufen, so wird folgendes klar: Aus dem Schwamm wird durch die druckvolle Rollbewegung die alte Flüssigkeit herausgepresst und eventuelle Engpässe in den Schläuchen durch erhöhten Druck beseitigt. Das alte Schwammwasser besteht im Fasziengewebe teilweise aus Stresshormonen, die dieses verkürzen lassen. Durch die Verkürzung gibt es langfristig Disbalancen im Bewegungsapparat, Gewebeverklebungen, Verfilzungen im Gewebe oder gar Durchblutungsstörungen und das Absterben von Gewebeteilen.

IMG_4120-Bearbeitet KopieTrainieren wir unser Fasziengewebe, so werden wir körperlich stabiler, fördern unsere Beweglichkeit (v.a. Durch die Verbesserung der Gleiteigenschaften des Gewebes), können sogar Schmerzen lindern, den Muskeltonus herab setzen und somit der Aktivierung von Triggerpunkten vorbeugen. Bitte beachten Sie jedoch selbst die Kontraindikationen (Eigenschaften, die streng von einem Faszientraining abraten).

 

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